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PUBLIC ART / KUNST & ARCHITEKTUR_
Raoul Marek
(Auswahl)
"KOPF ODER ZAHL / PILE
OU FACE" Interaktive Installation
Schweizerische Nationalbank Zürich
2000 Raoul Marek
Die permanente Video-Installation im öffentlichen
Schalterbereich des Geldinstitutes zeigt unmittelbar das Rückenporträt
des an den Schalter tretenden Kunden/Besuchers. Die Live-Projektion der
vervielfachten
und gedrehten
Rückenfigur
zeigt den anonym dargestellten Besucher als integrierten Bestandteil
des Werkes und der Architektur. Die Bilder werden
nicht gespeichert.
PDF
: Video-Installation Schweizerische Nationalbank Zürich
Text zu R.M. :
"Der Bereich der sozialen und zwischenmenschlichen
Beziehungen ist eine
wichtige
künstlerische Form der jungen Künstlergeneration seit
Ende der neunziger Jahre.
Raoul
Marek nimmt in in diesem Bereich eine Voreiterposition ein. Seit
1981 realisert er Installationen und Ausstellungen, sowie
Gastgeberprojekte, Vorträge
mit Videoprojektionen
und Perfomances bei denen
die künstlerische
Kreation als kommunikativer Akt verstanden
wird und als eine Aktivierung
der Wahrnehmung wirkt, die alle unsere Sinne anspricht:
z. Bsp.
in seinen Hospitality-Arbeiten und im Netzwerkprojekt
La
salle du monde (seit 1993), welches Orte und Menschen verbindet.
Seine Arbeiten stellen
die vielfältigen
Beziehungen zwischen den unterschiedlichen Systemen eines Ortes und
seiner gesellschaftlichen Relevanz in Frage. Die akzentuierten Werke
suchen und finden ihren Ort oft ausserhalb in den für die Kunst
reservierten Stätten.Im Gegensatz zu Museen und Galerien, wo der
Ort die Kunst legitimiert, ist die künstlerische Auseindersetzung
von Raoul Marek auch geprägt von der Frage, wie die Kunst den
Ort definiert. In diesem Zusammenhang untersucht er die Beziehungen
einer künstlerischen Intervention die u.a.
die sozialen, geistigen, historischen und architektonischen Komponenten
eines Ortes miteinbeziehen. Der Ort und das Werks bilden einen unaustauschbaren
Zusammenhang und thematisieren das Spannungsfeld der Objektwelt,
die oft nicht an den Ort gebunden ist und einem nomadischem Denken,
wo die Pflege des Ortes (Umwelt) im Vordergrund steht.
Indem
das Publikum in die Position des „Akteurs“ wechselt,
thematisiert er die gegenseitigen Beziehungen zwischen Künstler
und Betrachter, die gleichzeitig dialektisch und erlebbar
sind,
wo der Besucher zum integrierten Teil eines künstlerischen
Werkes wird : z.Bsp. das Werk
für die Schweizer Nationalbank
in Zürich
oder das Waschhaus in Phlin...
Raoul Marek, Teilnehmer der "documenta 8" in Kassel und der "ars
electronica - Im Netz der Systeme"
in Linz, bringt in seiner Arbeit Fragen ins Spiel, die anthropologische,
soziologische und philosophische Positionen untersuchen.
Die Sensibilität
seiner Arbeit ist immer zwischen öffentlich und privat
angelegt, zwischen innen und aussen, zwischen dem erlebten
Augenblick und
kollektiver Erinnerung, zwischen sozialen und geistigen
Bereichen." Stephane
Carrayrou, Paris
Public
Art | Auszug : 1997, “Travées” No. 4 Raoul
Marek
PDF
: Alles und noch viel mehr - Akt
1 & 2 - H.R. Reust
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